Januar 2012

18.01.

Rinder im Stall aufgeschlitzt

Eine besonders abscheuliche Tat beschäftigt die Nordhäuser Kripo seit Dienstagnachmittag.

In Straußberg (Kyffhäuserkreis) hatte ein Landwirt in seinem Stall vier tote Rinder entdeckt.
Nach bisherigen Ermittlungen hatte sich ein unbekannter Täter auf das Grundstück geschlichen und im Stall mit einem unbekannten Gegenstand auf mehrere Rinder eingestochen.
Vier der Jungrinder verendeten, drei weitere erlitten ebenfalls mehrere Stichwunden, konnten aber gerettet werden.

Bereits vor zwei Jahren waren Rinder des Landwirtes Opfer solch einer Attacke.

16.01.

Frontal gegen Streifenwagen

Auf der Flucht vor der Polizei hat am Abend In Körner (Unstrut-Hainich-Kreis) ein alkoholisierter Autofahrer einen Funkstreifenwagen zu Schrott gefahren. Eine Polizeibeamtin wurde dabei leicht verletzt.

Ein Polizeibeamter hatte auf dem Weg zum Dienst bei Bad Tennstedt einen PKW Citroen festgestellt, dessen Fahrer alkoholisiert zu sein schien. Das Auto fuhr mit überhöhter Geschwindigkeit und Schlangenlinien.
Per Handy alarmierte der Beamte seine Kollegen in der Polizeiinspektion. Bei Schlotheim hatte der erste Streifenwagen das flüchtende Auto erreicht und immer wieder versucht mit Sondersignal und Anhaltezeichen den Fahrer zum Stoppen zu bewegen. Der Fahrer ignorierte sämtliche Zeichen.

In Körner rammte der Flüchtende frontal einen entgegenkommenden Streifenwagen. Die Beamten im Polizeiwagen hatten riesiges Glück. Lediglich die 32-jährige Polizeibeamtin wurde leicht verletzt. Der Streifenwagen ist Schrott.

Eine Atemalkoholkontrolle bei dem Unfallfahrer ergab einen Wert in Höhe von 2,46 Promille. An der Unfallstelle hatte der 54-jährige Mann zunächst erheblich Widerstand gegenüber den Polizeibeamten geleistet.

Die Verkehrspolizeiinspektion Nordhausen ist zurzeit noch mit der Unfallaufnahme beschäftigt.

10.01.

LKW kracht in Wohnhaus

LKW kracht in Wohnhaus    LKW kracht in Wohnhaus    LKW kracht in Wohnhaus


In Wipperdorf (Landkreis Nordhausen) ist am Mittag ein Langholz-LKW in ein Wohnhaus gekracht.

Kurz vor 12 Uhr war der in Richtung Bleicherode fahrende LKW mitten im Ort aus unbekannter Ursache auf die Gegenfahrbahn geraten und hatte dort zunächst einen entgegenkommenden PKW gerammt. Wenige Meter später krachte der Holztransporter mit voller Wucht in ein Wohnhaus.

Der Fahrer aus Rottleberode (Sachsen-Anhalt) wurde dabei im Fahrerhaus eingeklemmt. Die Rettungskräfte benötigten eine Stunde, um den Mann aus den Trümmern zu bergen. Der 41-jährige selbstständige Fuhrunternehmer musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden.
Der PKW-Fahrer wurde leicht verletzt.

Durch den Aufprall wurde eine Hausecke regelrecht weggerissen. Am übrigen Haus entstanden erhebliche Schäden. Das Haus ist akut einsturzgefährdet und muss zunächst abgestützt werden, bevor mit der Bergung des LKW begonnen werden kann.

Zur Stunde wird davon ausgegangen, dass die Ortsdurchfahrt bis morgen voll gesperrt bleiben muss.

Die zwei Bewohner des Hauses kamen mit einem Schrecken davon. Der Mann befand sich zum Zeitpunkt des Unglücks in einem anderen Raum, seine Frau war im Ort unterwegs und kehrte wenige Minuten nach dem Unfall zurück.

Nachbarn stellen Brandstifterin auf frischer Tat

In Heiligenstadt ist in der Nacht zum Sonntag eine Brandstifterin von Nachbarn auf frischer Tat beim Zündeln gestellt worden.

In einem Wohnblock in der Rheda-Wiedenbrücker-Straße hatten eine 28-jährige Frau und ein 36 Jahre alter Mann beobachtet, wie eine Frau mehrfach versuchte die Wohnungstür einer leerstehenden Wohnung mit Lunten und Brandbeschleuniger anzuzünden.

Die Zeugen löschten den Brand und alarmierten die Polizei. Die 50-jährige Brandstifterin wurde vorläufig festgenommen. Zum Zeitpunkt der Festnahme hatte die Frau eine Atemalkoholkonzentration von 2,3 Promille.

Die Nordhäuser Kriminalpolizei hatte in den zurückliegenden Jahren bereits 22 Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Brandstiftung gegen die Frau geführt. Sie war bei den Bränden, die es immer wieder in diesem Wohnblock gab, aufgrund von Indizien in das Visier der Ermittler gelangt. Letztendlich hatte es nie zu einer Verurteilung gereicht und die Frau musste stets wieder auf freien Fuß gesetzt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mühlhausen ist nunmehr Haftbefehl gegen sie erlassen worden.

05.01.

Viel zu schwer und ein "Rad ab"

425 € Bußgeld und 3 Punkte in Flensburg, das wird wohl das Ergebnis einer etwas waghalsigen Fahrt sein, die ihr jähes Ende nach einer Kontrolle auf der A 38 bei Heiligenstadt fand.

Viel gesehen auf der Autobahn hatten sie ja schon, aber da staunten die Beamten der Autobahnpolizei nicht schlecht. Ein Ford Courier, dahinter ein Anhänger und darauf ein weiterer Pkw.
Die erlaubte Anhängelast des Ford von 700 Kg hatte er tatsächlich um 162 % überschritten, das entspricht 1840 Kg.

Bei näherer Betrachtung des Gespanns fiel auf, dass am Anhänger ein Rad fehlte. Dies hatte der aus der Türkei stammende und in Gelsenkirchen lebende 48-jährige Fahrer abgebaut, da der Reifen defekt war.

Die Weiterfahrt wurde dem Fahrer untersagt, so dass er den Pkw wieder abladen musste. Nachdem ihm mit einem Ersatzreifen geholfen wurde, konnte er wieder nach Hause.

Wind und Wetter

Der Norden Thüringens ist von den Wetterunbilden weitestgehend verschont geblieben. Einige Ereignisse gab es im Laufe des Vormittags allerdings doch.

In Heyerode, im Unstrut-Hainich-Kreis, schlug kurz vor neun Uhr ein Blitz in ein Wohnhaus ein. Im Haus befand sich zu diesem Zeitpunkt nur der 73-jährige Hauseigentümer. Der Rest der Familie (weitere fünf Personen) war unterwegs.

Eine Nachbarin hatte den Blitzeinschlag beobachtet und sofort die Feuerwehr alarmiert. Die Kameraden hatten binnen kürzester Zeit sie Situation im Griff und den Brand gelöscht. Dennoch entstand ein Schaden in Höhe von etwa 40.000 Euro.

Auf der Bundesstraße 4 war zwischen Greußen und Straußfurt ein LKW von einer Windböe erfasst und von der Straße gedrückt worden. Der LKW landete auf dem angrenzenden Feld und versank in dem aufgeweichten Boden bis zu den Achsen.

Die Bundesstraße musste zwischenzeitlich für kurze Zeit gesperrt werden, damit die Ladung des LKW auf ein Ersatzfahrzeug umgeladen werden konnte. Der verunfallte Lastwagen hatte Postsendungen an Bord. Wann der LKW vom Feld geborgen wird, ist noch unklar. Die Spedition will das in eigener Zuständigkeit organisieren.

Zwischen Görmar und Grabe hatte der Sturm einen Baum entwurzelt. Der Baum stürzte auf die B 249. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr benötigten lediglich zehn Minuten, um den Baum zu zerlegen und von der Straße zu räumen.

Brandursache ermittelt

Der Brand eines Wohnhauses in Ecklingerode im Landkreis Eichsfeld ist durch einen technischen Defekt an der Elektroanlage im Dachgeschoss des Hauses verursacht worden.
Am frühen Mittwochabend war das Feuer ausgebrochen und hatte das Haus unbewohnbar gemacht. Der entstandene Schaden wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Verletzt wurde bei dem Brand zum Glück niemand.

01.01.

Bankräuber noch immer unbekannt

Bankräuber Der Bankräuber von Sondershausen ist noch immer nicht gefasst worden.
Der unbekannte Mann hatte am 16. Dezember, einem Freitag, kurz vor halb neun die Sparkassenfiliale in der Stiftstraße überfallen und ausgeraubt.

Der Räuber war dabei skrupellos und dreist vorgegangen. Mehrfach hatte er sich zwischen zahlreichen Kunden und dem Bankpersonal hin und her bewegt.

Eine der Bankangestellten bedrohte er mit einer Waffe, die er angeblich in seiner Jackentasche hatte. Mit mehreren tausend Euro Beute konnte er unerkannt entkommen.
v Die Kriminalpolizei sucht weiterhin nach Zeugen und bittet alle Bankkunden, die sich zur Tatzeit, aber auch unmittelbar davor oder danach, in der Filiale aufgehalten haben, sich zu melden. Sie kommen als wichtige Zeugen in Betracht, die bei einer gezielten Befragung wertvolle Hinweise liefern könnten.

Insbesondere wird der Bankkunde gesucht, der während des Überfalls im Durchgang vom Vorraum zum Schalterraum auf seine Bedienung gewartet hat und dann von der Bankangestellten zur Hauptgeschäftsstelle verwiesen wurde.
Beschrieben wurde der Räuber als 40-50 Jahre alt, ca. 160 und 165 Zentimeter groß, mit gedrungenem Oberkörper. Er sprach ein akzentfreies Deutsch.

Zur Tatzeit trug der Mann einen dunklen, vermutlich blauen Anorak mit hohem Kragen, eine dunkle Jeanshose und dunkle Schuhe. Maskiert war er mit einer schwarzen Strickmütze ohne Bommel mit aufgeschlagenem Rand und einem schwarzen gestrickten Schal.

Es könnte Zeugen aufgefallen sein, dass der Mann für die Witterung viel zu warm angezogen war. Deshalb werden auch Personen gesucht, die sich zur Tatzeit als Kraftfahrer oder Passanten in der Stiftstraße aufgehalten haben. Vielleicht hat auch jemand beobachtet, wie der Täter Gegenstände weggeworfen hat oder in der Nähe in ein Auto gestiegen ist.

Hinweise nimmt die Kripo in Nordhausen unter 03631/96-0 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.